2014| Bauarbeiten am Flow Trail in Nessenreben gehen in die letzte Runde

Der Startschuss für die Bauarbeiten am Flow Trail in Nessenreben fiel bereits Anfang August, seit einigen Wochen haben die Mitglieder der Mountainbike-Abteilung des Radfahrervereins Weingarten aber Winterpause. Wochenlang haben die Radfahrer in Eigenregie an der rund 700 Meter langen Radstrecke gearbeitet, die als zusätzliches Freizeitangebot zur bestehenden Bikeanlage fungieren wird.

(Foto: Mara-Lina Langbehn)Nachdem die Stadt ursprünglich ein Drittel der Baukosten in Höhe von 30000 Euro übernehmen wollte, entzog sie dem Radfahrerverein unter anderem aufgrund der Krise um das Krankenhaus 14 Nothelfer die Unterstützung. Finanziert wird das Projekt nun mit Hilfe zahlreicher Sponsoren, außerdem stellt die Firma Theisen aus Baienfurt den Parcoursbauern kostenlos ihre Baumaschinen zur Verfügung.

Beim Downhill geht es darum, in möglichst kurzer Zeit eine bergab führende Strecke zu bewältigen. Im Gegensatz dazu soll der Trail in Nessenreben vor allem ein fließendes Fahrgefühl, den Flow, vermitteln. Die fertige Strecke eignet sich für Radfahrer aller Leistungsklassen. So können anspruchsvolle Barrieren von Anfängern umfahren werden und alle Hindernisse werden abfahrbar gemacht, das heißt, man muss nicht unbedingt darüber springen, sondern kann auf der Rückseite hinunterfahren.

„Wir wollen den Mountainbike-Trend in die Region bringen und vor allem Jugendlichen eine Alternative zu klassischen Sportarten wie Fußball bieten“, sagt Frederic Lantoine. Er ist einer der freiwilligen Helfer, die sich seit Sommer um den Bau der Radstrecke kümmern. Zusammen mit seinem Freund Thomas Gertler und einigen Mitgliedern des Radfahrervereins Weingarten arbeitet der gelernte Modellbauer in seiner Freizeit an dem Flow Trail. Ganz uneigennützig ist dieses Ehrenamt nicht: „Da ich selbst begeisterter Mountainbiker bin, motiviert mich die Aussicht auf einen Trail in meiner Nähe.“

In Sachen Know-how verlässt sich Robert Thürich, der Vorstand des Radfahrervereins Weingarten, bei der Bauausführung ganz auf Frederic Lantoine: „Er hat schon so viel Herzblut in das Projekt gesteckt, deshalb ist er jetzt auch federführend der Verantwortliche hierfür.“

Die offizielle Eröffnung des Trails ist für Anfang Mai geplant und bis dahin ist noch einiges zu tun. „Das meiste ist geschafft, aber leider kamen wir in den vergangenen Wochen aufgrund der Witterung und mangelndem Tageslicht nicht wirklich voran“, sagt Frederic Lantoine.

Bis zur offiziellen Abnahme der Strecke stehen weitere Erdarbeiten an, außerdem werden verschiedene Holzbauten in den Trail integriert und eventuelle Gefahrenstellen mithilfe von Schildern gekennzeichnet. Dennoch sind alle Beteiligten zuversichtlich, den geplanten Termin einzuhalten.

Die offizielle Inbetriebnahme der Strecke soll im Rahmen einer Eröffnungsfeier stattfinden.

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